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,,Hier ist nichts verfallen. Es liegt kein Müll rum. Die Plätze und Gebäude sind in einem guten Zustand. Kurzum: Wir haben das Eckernworth-Stadion ausgezeichnet im Griff!“ freut sich Josef Tessmann, Vorsitzender des VfB Vorbrück Walsrode, der eine durchweg positive Bilanz des ersten Jahres nach der Übernahme der großen Sportanlage zieht.

Walsrode. ,,Ich hoffe, dass alle diejenigen, die uns diese Aufgabe nicht zugetraut haben, einmal herkommen, um die Anlage selbst zu begutachten“, erklärt der Vereinsvorsitzende in einem schmucken „Chef-Büro“ im ersten Stock des Stadion-Gebäudes, dass ebenso renoviert wurde und praktisch neu ist, wie nebenan die Gastronomie. ,,Da wir den anderen Vereinen und Institutionen, die das Stadion nutzen, dieses kostenlos zur Verfügung stellen, brauchen wir den Clubraum und den Kiosk, um so die nötigen Gelder einzunehmen. Denn von der Stadt bekommen wir keine Reichtümer überwiesen“, betont Tessmann.So wurde im Rahmen des Fünf-Jahres-Vertrages festgelegt, dass der Verein für die Unterhaltung im ersten Jahr 30.000 Euro erhält und dann pro Jahr 5000 Euro weniger bis zu einem Sockelbetrag von 15.000 Euro, mit dem Fix-Kosten wie Heizung, Wasser und Strom abgedeckt werden sollen. ,,Wir sind hier kein bezahlter Pächter! Die Stadt subventioniert nicht den VfB!“ unterstreicht Josef Tessmann, ,,so leistete der Bauhof zuletzt Arbeiten für 68.000 Euro im Jahr hier im Stadion. Das machen wir jetzt!“ Es wurden vom Verein Rasentraktoren angeschafft, Laubsammler und anderes mehr. ,,Wir haben viel investiert – nicht nur in den

Clubraum und den Kiosk“, sagt Tessmann und zeigt nicht ohne Stolz die sauberen Umkleidekabinen. In jeder hängt sogar nun ein Safe, in dem die Mannschaften ihre Wertsachen sicher verstauen können.

Neben dem VfB, der nach der Stadionübernahme seine Mitgliederzahl von 110 auf mehr als 270 ausbauen konnte und aktuell zwölf Fußball-Mannschaften stellt, spielen und trainieren in der Eckernworth noch: Germania Walsrode (vier Teams), Ciwan (zwei), SG Fulde (ein Team im Winter). Hinzu kommen noch Angebote des TV Jahn Walsrode, verschiedene Schulsport-Aktivitäten oder Laufeinheiten der Feuerwehren. ,,Wir kommen im Schnitt auf 167 Trainingseinheiten und Spiele pro Monat“, hat Tessmann ausgerechnet.

Trotzdem gibt es Probleme. ,,Einige Vorstandsmitglieder von Germania behandeln uns, als wären wir Voll-Deppen! Ich erwarte wirklich keinen Dank. Und Fehler machen wir sicher auch. Aber an Anstand und Fairness sollten sich alle halten. Das ist bei einigen von Germania fast schon Hass uns gegenüber. Die bekämpfen uns regelrecht“, zieht Tess-mann vom Leder und erwägt sogar Stadion-Verbote auszusprechen. ,,Dabei sollten wir uns doch alle freuen, dass so viele Kinder und Jugendliche, ganz gleich ob nun vom VfB oder von Germania, hier ihre sportliche Heimat haben und weg von der Straße sind.“

WZ Artikel vom 26.05.06

Josef Tessman im Eckernworth Stadion

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RSS Trackback URL Rolf | 26. Mai 2006 (07:52)

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