| Auf seiner jüngsten Sitzung behandelte der Ausschuss für Innere Dienste des Walsroder Stadtrates auch zwei Anträge des VfB Vorbrück Walsrode, die im Zusammenhang mit der weiteren Nutzung des vom Verein gepachteten Eckernworth-Stadions stehen. Zum einen ging es um die vorzeitige Verlängerung des Nutzungsvertrages auf eine Laufzeit von 25 Jahren. Zum anderen um die Schaffung einer Möglichkeit, dass so genannte Fremdvereine ein Entgelt für die Nutzung des Stadions an den VfB Vorbrück zahlen. |
Walsrode. Zwar fällte der Ausschuss noch keinen Beschluss, sondern verwies die Anträge der Vorbrücker – besonders den zweiten – an die Arbeitsgemeinschaft der Walsroder Sportvereine (AWS) zur weiteren Diskussion. Doch ist die Brisanz des Themas, ein Entgelt für die Benutzung von Sportanlagen zu zahlen, damit nicht gebannt. ,,Wir wollen nichts verdienen, sondern nicht draufzahlen“, erklärt VfB-Vorsitzender Josef Tessmann.Er wolle mit dem Antrag nur einen Denkprozess in Gang setzen, da sich die Teams der anderen Vereine (Ciwan, Germania, Fulde) nicht unbedingt kostensparend im Eckernworth-Stadion verhalten. Tessmann berichtet von Duschen, die über Nacht nicht ausgedreht würden und unnütz leuchtenden Lampen. ,,Die Energiekosten steigen immer weiter, und wir müssen das alles bezahlen“, klagt er, ,,wenn wir jetzt die Nutzungsverlängerung auf 25 Jahre bekommen, müssen wir uns die Möglichkeit, gegebenenfalls mal ein Entgelt zu verlangen, vorbehalten, sonst ist der Zug abgefahren.“ Die 25-Jahres-Frist ist deshalb nötig, um bei etwaigen Investitionsmaßnahmen im Stadion Zuschüsse vom Landes- bzw. Kreissportbund zu bekommen. Diese Zeit ist laut Statuten von LSB und KSB Pflicht, damit Gelder fließen können. ,,Es sieht zurzeit so aus, dass die anderen Vereine Eintrittsgelder kassieren, aber auf den Kosten wir sitzen bleiben. Wenn wie bei Ciwan gegen Germania rund 500 Leute kommen, muss ja auch mal der eine oder andere auf die Toilette. Das bezahlen wir, während Ciwan das Eintrittsgeld voll behalten kann. Das kann es doch nicht sein“, meint Josef Tessmann. Ausdrücklich betont der VfB-,,Chef“, dass sein Verein zwar einen Zuschuss von der Stadt zur Unterhaltung des Stadions bekomme, ,,aber wir machen das für ein Drittel der Summe, die es vorher der Stadt gekostet hat – und das laut Vertrag mit abnehmender Tendenz. Wir wollen keinen Nepp betreiben, aber ich kann irgendwann meinen Mitgliedern nicht mehr zumuten, für Kosten aufzukommen, die andere Vereine verursachen. Wenn der Antrag nicht durchkommt, müsste notfalls eben unser Zuschuss erhöht werden – dann würde der Steuerzahler die Kosten tragen, was allerdings auch nicht korrekt wäre.“ WZ Artikel vom 27.09.06 |

