| Állen Skeptikern und Unkenrufern zum Trotz: Der Fußballverein VFB Vorbrück Walsrode wird schon bald die Verantwortung und Bewirtschaftung des großen Walsroder Eckernworthstadions übernehmen. Der Fachausschuss für Innere Dienste gab in seiner öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzung am Mittwoch grünes Licht für dieses – für beide Seiten – mutige Unterfangen. VFB-Vorsitzender Josef Tessmann hinterließ einen zuversichtlichen Eindruck: „Wir fühlen uns dieser Aufgabe gewachsen“, erklärte er den Ausschussmitgliedern. |
Walsrode. In Kürze solle in Vertrag zwischen der Stadt Walsrode und dem Fußballverein abgeschlossen werden. Darin verpflichtet sich der Verein, die komplette Sportanlage für mehrere Jahre zu bewirtschaften und intakt zu halten. Sämtliche Unterhaltungsaufgaben soll der Verein wahrnehmen. Dafür erhält er einen Zuschussbetrag in noch unbekannter Höhe (hinter vorgehaltener Hand: etwa 30.000 Euro). In einer längeren Aussprache hielten sich die Bedenkenträger zurück. Stattdessen sprachen sich Bürgermeister Frank Fillbrunn, Detlef Gieseke (Grüne) und Axel Nicolaus (Bürgerliste) für das ehrenamtliche Engagement und den Mut des VFB Vorbrück aus. „Der VFB ist einziger ernsthafter Interessent bei unserer Suche nach einem Verein gewesen, der die Sportanlage betreiben möchte. Er hat auch sehr intensiv an diesem Thema gearbeitet“, so der Bürgermeister. Axel Nicolaus meinte, dass das Ehrenamt und Engagement der Bürger zum Wohle der Stadt durch diese Übertragung gestärkt werde. Und Detlef Gieseke warnte davor, dörfliche Sportvereine und städtischen Verein jetzt gegeneinander auszuspielen. „Beides kann man nicht miteinander vergleichen.“ Schließlich werde das Eckernworthstadion – anders als vereinseigene Sportplätze auf den Dörfern – auch noch von anderen Vereinen (TV Jahn, SG Fulde, Ciwan) genutzt. CDU-Ratsherr Unger, der die „Privatisierung“ grundsätzlich genauso unterstützte wie Ausschussvorsitzender Hartmut Pieper (CDU), gab zu bedenken, dass ehrenamtlicher Einsatz billiger sein müsse als der Stundenverrechnungssatz des Bauhofs. Und Hartmut Pieper wollte wissen, ob auf dem Bauhof jetzt Kapazitäten frei gesetzt werden, wenn die Arbeit im Eckernworthstadion vom VFB übernommen wird. Ansonsten entstehe ein tatsächlicher, externer Ausgabebetrag für die Stadt. Darauf antwortete der Bürgermeister, dass auf dem Bauhof selbstverständlich Arbeit eingespart werde – „wenn Sie aber meinen, dass wir Leute entlassen könnten, täuschen Sie sich.“ Er wies auch daraufhin, dass mehr als die Hälfte des Erstattungsbetrages fixe Kosten für Wasser, Strom und andere Ausgabenbereiche seien, die der Verein gar nicht beeinflussen könnte. WZ Artikel vom 23.02.05 |

