| Keine großen Überraschungen gab es bei der Jahreshauptversammlung des VfB Vorbrück Walsrode. Ein neuer Vorstand sollte gewählt werden, denn der 1. Vorsitzende Rolf Gärtner trat nach fünfjähriger Amtszeit zurück und überließ das Führungsamt einem alten Bekannten: Dirk Wittmershaus (Noch-Aktiver Kicker beim SV Schwarmstedt) wurde von den 29 anwesenden Mitgliedern einstimmig gewählt. |
[Walsrode.) Zu einer Farce entwickelte sich dann die Wahl seines Stellvertreters. Sven Grämer (Jugendbetreuer) und Rainer Arndt (Ex-Trainer und Spieler) kandidierten. Nachdem die ersten beiden Wahlgänge ungültig waren, folgten drei (!) weitere Prozeduren, in den sich letztendlich Rainer Arndt durchsetzte. Einigkeit gab es dann allerdings wieder bei der Wahl des Kassenwarts. Folker Alvermann wird dieses Amt in Zukunft inne haben.Neuer Schriftführer wurde Stefan Ratajczak, neuer Jugendleiter Ulrich Bock, neuer Kassenprüfer Axel Neuhaus und neuer Spartenleiter Marco Tietten. Zudem wurde ein “Ehrenrat” ins Leben gerufen. Er sollie soll als Schlichter zwischen den Mitgliedern und dem Vorstand dienen.WZ Artikel vom 19.02.01 |
| Offiziell steht Dirk Wittmershaus noch im Kader des Fußball-Bezirksklassisten SV Schwarmstedt. Doch für die Leinestädter hat er bereits seit geraumer Zeit nicht mehr gespielt - diverse Verletzungen verhinderten den Einsatz des langen Stürmers. Tatsächlich arbeitet Wittmershaus aber an der Wiederbelebung des VfB Vorbrück Walsrode. Von diesem Verein war er zur Halbserie der vorigen Saison nach Schwarm-stedt gewechselt, kehrt demnächst als Spieler und vor allem Funktionär zurück. |
[Walsrode.] “Vorbrück ist ein Verein im Aufbau”, erklärt Wittmershaus, der als Vermögensberater tätig ist, “es wird neue Vorstandsmitglieder geben, neue Strukturen. Wir haben viel vor.” Mit “Wir” meint er in erster Linie sich, Rainer Arndt, Rolf Gärtner, Volker Alvermann und nicht zuletzt Manfred Jäckel. Der Ex-Coach des SV Schwarmstedt kickt “damit ich mich ein wenig bewegen kann” (so Jäckel) bei den Vorbrückern, soll nach Wittmerhaus’ Vorstellungen, so schnell wie möglich auch offizielle das Traineramt beim VfB übernehmen.Doch Jäckel erteilt diesem Ansinnen eine klare Absage: “Diese Episode in meinem Leben ist abgeschlossen. Ich stehe, wenn ich Zeit habe, als Spieler zur Verfügung und werde auch gerne beratend tätig sein. Mehr aber nicht. Ich werde nie mehr als Trainer arbeiten.” Ohne von Jäckels im “WZ”-Gespräch geäußerter Ablehnung zu wissen, hat Dirk Wittmershaus Pläne für die sportliche Zukunft der Vorbrücker entwickelt. Zurzeit kickt nur noch eine Herrenmannschaft für den Verein, nachdem sich die Erste Herren kurz vor Saisonbeginn in alle Winde zerstreut hatte. Der VfB rangiert auf dem viertletzten Tabellenplatz der 2. Kreisklasse-Nord. WZ Artikel vom 11.12.2000 |
| Kürzlich legten 15 Teilnehmer erfolgreich ihre Prüfung als Trainer/Betreuer im Jugendfußball (C-Lizenz) ab. Unter der Aufsicht der Prüfer Fritz Rechten (Bezirkslehrbeauftragter), Hermann Hanke (Harburg), Ulf Dre-wes (NFV-Sportlehrer) und Helmut Brase (Kreislehrwart) stellten sich die D-Jugendlichen der JSG Benefeld-Bomlitz und die C-Jugendlichen des VfB Vorbrück Walsrode als Lehr-Teams zur Verfügung. |
Walsrode. Die stolzen Inhaber der neu erworbenen C-Lizenz sind: Hans-Peter Bagdahn, Guido Balmert, Michael Bargmann, Thomas Melchert, Peter Ferdinand (alle SG BHS) Ulrich Bock, Hartmut Pieper (beide Vorbrück Walsrode), Peter Hiller, Uwe Hiller, Gerd Simon (alle TuSV Stellichte), Bruno Moldenhauer, Lothar Raddatz (beide SV Böhme), Kurt Müller, Arno Stege (beide SVV Rethem) und Uwe Lange (JSG Leinetal).WZ Artikel vom 23.10.2000 |
In nur kurzer Zeit hat sich der VfB Vorbruck Walsrode aller Skepsis zum Trotze zu einem Verein mit knapp 100 Mitgliedern gemausert. Ein großer Teil der Geschäftswelt von Walsrode zeigte sich dem Vereinsneuling gegenüber erfreulich kooperativ. Als Sponsoren fanden sich: Dentaldepot Manfred Ahlden, DEVK Versicherung Uwe Köhler, Wohnrnobil-Transporterverleih Rolf Gärtner, Willi‘s Imbiss, Sport- und Freizeitartikel Reinhold Reichelt und Estrichbau Seeger, Ottersberg. Zur neuen Saison wird der VfB zusammen mit der SG Fulde in einer Spielgemeinschaft am Spielbetrieb teilnehmen. Es sollen gemeldet werden: drei F-Jugend, drei E-Jugend, eine D-Jugend,~eine C-Jugend und eine Alte Herren-Mannschaft.
Wer noch mitmächen möchte, kann sich an Rolf Gärtner, Rufnummer (051 61) 71511 wenden. Die Trainingszeiten im Eckernworth-Stadion: Montags 19 bis 21 Uhr, Alte Herren. Dienstags, 17 bis,18 Uhr, F- und E-Jugend. Mittwochs 16 bis 17 Uhr, F-, D-, und C-Jugend undfreitags von 17 bis 18 Uhr, F- und E-Jugend.
Wochenspiegel Artikel vom 26.05.96
Worte können wie Waffen wirken. Mag VfB-Vorsitzender Rolf Gärtner auch betonen, er wolle „keinen Krieg“ mit Germania. Mag die Spitze des selbsternannten Alternativvereins auch beschwichtigen, der Name VfB habe nichts mit dem früheren VfB zu tun — er sei nur zufällig gewählt. An einen Zufall mögen Kenner der Walsroder Fußball-Geschichte bei dieser Titulierung wohl kaum glauben. Der Begriff VfB ist ein deutlicher Seiten hieb auf die Jahrzehnte alleinherrschende SGW Walsrode. Zurück zu den Wurzeln, als Walsrodes Fußballszene, noch zweigeteilt war — bis sich der alte VfB Walsrode von 1948 und der SV Germania Walsrode von 1916 1978 zur Fusion entschieden. Im neuen Alternativverejn hat sich ein Protest- potential versammelt, das sich mit der festgefügten Hierarchie im konservativ-tradtionsträchtigen Großverein nicht ab finden wollte und daher nun zur Gegenoffsive bläst. Zugegeben: Interne Auseinandersetzungen, bis hin zu Grabenkriegen im Umfeld, hat es bei Germania gerade in der jüngeren, heftig bewegten Geschichte Schon zur Genüge gegeben. Erst mit der Präsidentenwahl des zwar gegenüber Kritikern kompromißlosen, aber gleichzeitig als volksnah geschnitzten „Böschi“ Müller schien zumindest in der Öffentlichkeit eine längere Ruhephase heranzubrechen. Nun werden aber auch Müller und seine Vorstandskollegen mit dem ersten massiveren Problem konfrontiert. Auch wenn der SGW-Präsident noch Gelassenheit gegenüber dem neuen Walsroder Fußball-Rivalen vorgibt: Sofortige Vereinsausschlüsse gegen die Abtrünnigen sprechen eine deutlichere Sprache.
Ganz besonders dürfte die Germanen der vom VfB frech angekündigte Angriff auf ihre Jugendarbeit durch Abwerbung wurmen. Die erst vor wenigen Jahren im großen Stil angelegte und von anderen Vereinen vielerorts bewunderte Talentpflege der SGW (zehn Jugendmannschaften) werden die Verantwortlichen zweifellos nicht kampflos preisgeben. Eine heftige Kollision zwischen dem alten und neuen Walsroder Fußballverein ist vorprogrammiert.
Thomas Künning
WZ Kommentar vom 13.03.1996




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